Preistreiber Eigenheimerwerber

Geschrieben von: Alexander Goldwein Am: Kommentar: 0 Hits: 247


von Bestsellerautor und Finanzexperte Alexander Goldwein

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland kennen in Deutschland seit 2008 nur eine Richtung: Steil nach oben. Das wird zunehmend zum Problem für solche Leute, die Immobilien als Kapitalanlage erwerben wollen, um damit eine Rendite zu erwirtschaften. Denn bei sehr hohen Einkaufspreisen wird die Rendite mikroskopisch klein. Damit steigen auch Risiken massiv an. Das provoziert die Frage, warum diese ökonomisch unvernünftigen Preise gleichwohl am Markt massenhaft gezahlt werden. Mit anderen Worten: Wer treibt die Preise auf ein ungesundes Niveau indem er überhöhte Preise anstandslos zahlt? Die statistischen Daten weisen die Eigenheimerwerber als maßgebliche Preistreiber aus. Das ist für weniger gut informierte Kreise eine Überraschung. Denn viele hätten Spekulanten und Kapitalanleger als Preistreiber vermutet.

Dieser Trend ist in doppelter Hinsicht sehr bedenklich und schädlich. Zum ersten sind auch Eigenheimerwerber gut beraten, zumindest eine Plausibilitätskontrolle zu machen, ob der Kaufpreis für das Eigenheim unter Investmentgesichtspunkten eine gute Entscheidung ist. Denn Lebensplanungen können sich ändern. Oft auch erzwungenermaßen (Jobverlust, Scheidung, Krankheit). Gleichwohl scheint jedoch kaum jemand zum Taschenrechner zu greifen, um zumindest überschlägig zu ermitteln, welche Rendite erzielbar wäre, wenn das Eigenheim vermieten würde. Vielen scheint gar nicht bewusst zu sein, welche irrsinnigen Risiken sie eingehen.

Zum zweiten ist dieser Trend schädlich, weil er den Markt für Kapitalanlagen in Wohnimmobilien kaputt macht. Denn die von den Eigenheimerwerbern gezahlten Kaufpreise sind für einen Erwerb als Kapitalanlage wirtschaftlich unvernünftig. Das Risiko steht in keinem vernünftigen Verhältnis zur mikroskopisch kleinen Rendite. Dazu leistet natürlich auch das Gift der EZB in Form billigen Geldes einen negativen Beitrag. Die krankhaft niedrigen Zinsen mögen Eigenheimerwerber und vielleicht auch den einen oder anderen schlecht informierten Kapitalanleger freuen. Aber sie sind Gift und verführen zu unvernünftigen Risiken. Bei einem Ansteigen der Zinsen nach Auslaufen der Festzinsbindung von beispielsweise 10 Jahren dürfte es für viele ein böses Erwachen geben. Ich kann daher nur davor warnen, eine Basisrendite von 2% mit einer hohen Darlehensfinanzierung von z.B. 90% auf 3,5% aufzupäppeln und sich dann einzureden, dass die Investition und die Rendite o.k. sind.

Die Bundesregierung sollte sich etwas einfallen lassen, um den zahlreichen Eigenheimerwerbern die Augen zu öffnen und insbesondere endlich auf Reformen in der EZB drängen, um die Flutung des Marktes mit dem Gift des billigen Geldes zu beenden.

In seinem Buch „Geld verdienen mit Wohnimmobilien – Erfolg als privater Immobilieninvestor“ erklärt der Bestsellerautor und Finanzexperte Alexander Goldwein Kapitalanlagen in Wohnimmobilien. Goldwein ist Wirtschaftsjurist mit einer Spezialisierung im Steuerrecht und im Immobilienrecht und erfolgreicher Immobilieninvestor. Mehrere seiner praktischen Ratgeber zu Kapitalanlagen in Immobilien sind Beststeller Nr. 1 bei Amazon geworden.

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