Sind Wohnimmobilien als Kapitalanlage noch attraktiv oder zu stark überteuert?

Geschrieben von: Alexander Goldwein Am: Kommentar: 0 Hits: 289


von Bestsellerautor und Finanzexperte Alexander Goldwein

Die als Überschrift für diesen Artikel gewählte Frage stellen sich derzeit viele Privatanleger in Deutschland. Mangels Alternativanlagen und vor dem Hintergrund des schwindenden Vertrauens in den Euro ist das Bestreben so groß wie nie, Geld in Wohnimmobilien zu investieren. Aber fast genauso groß sind die Zweifel vieler Anleger, ob das Preisniveau nicht bereits zu hoch ist, um noch sinnvoll investieren zu können.

Häufig werde ich von Lesern meiner Bücher gefragt, was sie tun sollen. Mein Rat ist immer der gleiche: Greifen Sie zum Taschenrechner und errechnen Sie die erzielbare Rendite. Wenn diese bei mageren 2% pro Jahr liegt, dann lassen Sie auf jeden Fall die Finger von der Immobilie. Wenn der Wert z.B. bei 6% liegt, dann kann man ernsthaft über einen Kauf nachdenken. Damit sind natürlich ungehebelte Renditen gemeint. Denn die über eine günstige Darlehensfinanzierung gehebelten Renditen sind nicht aussagekräftig für die nachhaltige Erzielbarkeit, weil sie von dem krankhaft niedrigen Zinsniveau im Euroraum abhängen. Sobald die Zinsen steigen, werden solche mit günstigen Darlehenszinsen gehebelten Renditen bei der Anschlussfinanzierung massiv einbrechen und vielleicht sogar in den negativen Bereich drehen. Ich kann daher nur davor warnen, eine Basisrendite von 2% mit einer hohen Darlehensfinanzierung von z.B. 90% auf 3,5% aufzupäppeln und sich dann einzureden, dass die Investition und die Rendite o.k. sind. Das sind sie nicht!

Verstärkt warnen nun auch Fachleute und Studien (z.B. Deutsche Bundesbank und ganz aktuell eine Studie, die von der Commerzbank in Auftrag gegeben worden ist). Die Bundesbank hat Anfang des Jahres errechnet, dass die Wohnimmobilienpreise in Großstädten bereits 15% bis 30% Übertreibung aufweisen. Das sollte einem zu denken geben und ist ein Grund mehr, zum Taschenrechner zu greifen. Keinesfalls sollten Sie sich blind auf Aussagen von Maklern verlassen, die „argumentieren“, dass die sicherlich zu erwartenden weiteren Preissteigerungen die magere Einkaufsrendite nach oben ziehen werden. Solche Aussagen sind unseriös und sollten auf keinen Fall zur Entscheidungsgrundlage gemacht werden.

In seinem Buch „Geld verdienen mit Wohnimmobilien – Erfolg als privater Immobilieninvestor“ erklärt der Bestsellerautor und Finanzexperte Alexander Goldwein Kapitalanlagen in Wohnimmobilien. Goldwein ist Wirtschaftsjurist mit einer Spezialisierung im Steuerrecht und im Immobilienrecht und erfolgreicher Immobilieninvestor. Mehrere seiner praktischen Ratgeber zu Kapitalanlagen in Immobilien sind Beststeller Nr. 1 bei Amazon geworden.

Leseprobe

Kommentar

Schreiben Sie einen Kommentar